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  • Die "neue Sprachlernmethode Fast Phrases von Magnus Carlsson" ist ein Fake, zumindest was den Namen und das gezeigte Foto betrifft.
    Bitte lesen Sie die Details hier nach: fremdsprachenweb.net/lernmethoden/methode-fast-phrases.htm

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    Vor wenigen Tagen erblickte ich auf der Webseite eines der vielen Online-Medien ein Inserat, welches mir versprach, mittels einer 4-wöchentlichen Fremdsprachen-Lernformel innerhalb kürzester Zeit eine Fremdsprache zu beherrschen. "Die Methode des schwedischen Polyglotten fordert übliche Sprachschulen auf." (Sollte wohl fordert heraus heissen.)
    - http://your-science-daily.com/at/artikel/neue-4-wochige-formel/..._UnglaublicheErgebnisse...

    Unter besagtem Polyglotten ist ein gewisser Herr Magnus Carlsson gemeint, der laut Webseite 23 Fremdsprachen fließend beherrscht:
    - your-science-daily.com/at/edu/…hen-zu-sprechen-beginnen/

    So wird unter anderem…
  • Veröffentlicht von Linguis @ 2014-01-21 – 14:49:56

    Das Internet, ein Jahrhundertereignis an sich, lebt unter anderem auch von der Vielsprachigkeit, wobei das Englisch als Lingua franca nicht wegzuleugnen ist, auch wenn manche das anders sehen oder sich wünschen würden. Das Internet kann aber auch in seiner gesamten Vielschichtigkeit sehr viel zum Erwerb von Sprachen beitragen, in welcher Form und für welchen Zweck auch immer.

    Leider erhält es jedoch im Bereich der Ausbildenden immer noch viel zu wenig Anerkennung, da diese das Internet anstatt als Kooperationspartner als Konkurrenten sehen. In all den von mir absolvierten Sprachkursen der letzten Jahre (Fr, Sp, Pt, It) wurde mir von keiner einzigen meiner – übrigens ganz ausgezeichneten - TrainerInnen je empfohlen, dies oder jenes im Internet einzusehen, auszuprobieren und damit zu lernen oder zumindest zu üben.

    Vor ca. drei oder vier Jahren nahm ich an einem zweitägigen Symposium für Sprachenerwerb der Arbeiterkammer Wien für
  • Veröffentlicht von Linguis @ 2011-02-27 – 11:53:11

    Es wäre Unsinn, behaupten zu wollen, dass es Pessimisten nicht möglich sei, Fremdsprachen zu erlernen.
    Und dennoch: Optimisten haben es leichter!

    Vor einiger Zeit habe ich im Rahmen der vom Wiener Standard organisierten Vortragsreihe „Erfolgsimpulse“ einen Vortrag von Florian Langenscheidt, dem Autor des Buches „Das Wörterbuch des Optimisten“, mit dem Titel „Die wichtigste erneuerbare Energie: Optimismus“ besucht. Der Standard hat mir diesen Besuch freundlicherweise ermöglicht, herzlichen Dank dafür.

    Dabei kam mir in den Sinn, einmal über andere Voraussetzungen des Sprachenlernens zu schreiben als über die allgemeinen Vorgaben wie Lernfähigkeit, Sprachentalent, Sprechfertigkeit und was es sonst noch so alles gibt in diesem Zusammenhang.

    Jeder Mensch hat seine eigene Persönlichkeitsstruktur, seine eigenen Glaubenssätze. Diese bestimmen weitestgehend sein Leben, seine Laufbahn und sein Schicksal mit. Im Leben vieler Menschen ist
  • Veröffentlicht von Linguis @ 2010-09-07 – 20:08:18

    Kennen Sie Aussagen wie diese, haben Sie eine solche selbst schon getätigt?

    "Ich brauche nicht Vokabel zu lernen, ich habe einen Kurs / eine Methode, bei welchem bzw. welcher ich intuitiv lerne, so wie ich als Kind meine Muttersprache erlernt habe."


    Super, wie gut für Sie.

    Ja, ich kenne diese Werbeslogans, die Einführungstexte in diversen Kursen, von findigen Vertriebsleuten ersonnen. Dazu habe ich aber jetzt eine Bitte an Sie:

    Schließen Sie bitte kurz die Augen, um sich in Ihrer Vorstellung wieder in diese Zeit, in die Zeit Ihrer Kindheit, in die verschiedenen Phasen Ihrer persönlichen Entwicklung zurückzuversetzen.


    Haben Sie es geschafft? Konnten Sie sich Ihre damalige Situation zurückrufen, vorstellen, sich hineinfühlen? Haben Sie heute wirklich jene Voraussetzungen, die Sie damals hatten?

    Sind Sie sicher?

    - Sie hatten damals keine anderen Aufgaben als zu spielen, zuzuhören, zu plappern und dabei völlig
  • Veröffentlicht von Linguis @ 2010-05-05 – 10:57:03

    Um diese Frage halbwegs seriös beantworten zu können, lassen Sie uns bitte vorab das Wort PERFEKT definieren.

    Das Wort PERFEKT kommt aus dem Lateinischen und wird eigenschaftswörtlich gebraucht mit „vollkommen“,„endgültig“ und „vollendet“ übersetzt. Auf de.thefreedictionary.com/perfekt heißt es dazu auch: etwas ist perfekt = etwas ist so, dass man nichts mehr daran ändern kann oder muß.

    Wenn wir uns nun eine fundierte Beschreibung zum Thema Sprachbeherrschung aus dem Internet holen, z. B. christianlehmann.eu, dann müßten wir uns eigentlich fragen, ob wir selbst in unserer Muttersprache perfekt sind. Perfekt darin, alle Nuancen, alle Eigen- und Besonderheiten usw. sowohl passiv, d. h. verstehend, als auch aktiv, d. h. schreibend und sprechend, in allen ihren Formen vollkommen zu beherrschen! Tun wir das?

    Wenn man im Internet in den verschiedensten Foren unterwegs ist, ja selbst wenn man die Tageszeitungen aufmerksam liest und den
  • Veröffentlicht von Linguis @ 2010-03-18 – 08:45:00

    Bei vielen Bewerbungen spielen Fremdsprachenkenntnisse eine wichtige Rolle. Doch oft verabsäumen es BewerberInnen, sich mit diesen in das richtige Licht zu setzen. Manche BewerberInnen haben Kenntnisse in der einen oder anderen Sprache und fragen dann, ob sie diese auch im Lebenslauf erwähnen sollten.

    Hier meine Antworten aus der Erfahrung des Bewerbungstrainings:

    1. Testen Sie Ihre Fremdsprachenkenntnisse anhand der Bescheibung der Tabelle des Europäischen Referenzrahmens für Fremdsprachen.
    Die Beschreibung ist detailliert und es ist daher unschwer festzustellen, welches Niveau auf Sie zutrifft. Schwieriger wird es dann, wenn Sie schon fundierte Kenntnisse haben. Hier kann es sein, dass einzelne Fähigkeiten wie Ausdrucksstärke ein anderes Niveau haben als beispielsweise die Grammatik oder das Hörverständnis. (She. auch das Thema Test im Blog).

    2. Geben Sie alle Sprachen an, von welchen Sie wirklich schon gewisse Grundkenntnisse
  • Veröffentlicht von Linguis @ 2009-09-22 – 10:09:48

    Die Anzahl jener Übersetzungsdienste, die im Internet angeboten werden, wird immer größer. Manche davon sind Trittbrettfahrer der großen Firmen, wie z. B. Google, andere wieder haben ihr eigenes Programm entwickelt.

    Ob deren Einsatz generell sinnvoll ist, hängt ganz davon ab, wofür man sie braucht und verwendet. Es liegt also an den Bedürfnissen der Benützer, somit an Ihrem persönlichen Bedarf.

    1. Professioneller Einsatz für wichtige Schriftstücke – Muttersprache > Fremdsprache

    Wenn Sie von Ihrer Muttersprache weg in eine andere Sprache übersetzen lassen wollen, so hängt das zum einen davon ab,
    – in welcher Sprache Sie die Übersetzung benötigen. Bei einfacheren Sprachen wie Englisch sollte es im Normalfall viel einfacher sein als in Tschechisch oder gar Ungarisch, um einmal bei den europäischen Sprachen zu bleiben,
    – wie anspruchsvoll der zu übersetzende Text ist,
    – wie gut Ihre Sprachkenntnisse in der benötigten Sprache
  • Veröffentlicht von Linguis @ 2009-01-19 – 07:55:03

    Ja und nein!

    Ja, sie sind etwas Besonderes, weil sie sich von der Masse all jener abheben, welche nur eine oder eine plus Fragmente einer zweiten sprechen bzw. beherrschen (Englisch Grundkenntnisse). Was es heißt, eine Fremdsprache zu beherrschen, wollen wir uns für einen der nächsten Beiträge aufbewahren, einverstanden?

    Nein, sie sind nicht deshalb etwas Besonderes, weil sie mehrere Fremdsprachen beherrschen! Sie beherrschen mehrere Fremdsprachen, weil sie etwas Besonderes sind. Das aber ist ein nicht unerheblicher Unterschied.

    Hier wollen wir all jene unberücksichtigt lassen, die in mehrsprachigen Gebieten aufgewachsen sind oder Diplomatenfamilien entstammen und hier und dort schon zuhause waren. Für diese ist ein anderes Kriterium wichtig, nämlich was sie aus dieser Mehrsprachigkeit gemacht haben, für sich selbst, ihre Angehörigen und die Menschheit insgesamt.

    Hier geht es um all jene, die ganz normal, das heißt ein- bzw.
  • Veröffentlicht von Linguis @ 2008-02-22 – 12:07:48

    Eine Lanze für die 1500 Vokabeln!

    Guten Tag,

    hier bin ich wieder, nach einer gewissen Auszeit, um verschiedene andere Sachen zu erledigen.

    In einem der letzten Beiträge habe ich darauf hingewiesen, dass wir mit einem Wortschatz von 1500 Vokabeln nicht sehr viel weiter kommen werden. (Das ist jener Umfang an Vokabeln, der im Schnitt in den Kurses angestrebt wird.)

    Heute möchte ich nun jedoch für diese 1500 Wörter eine Lanze brechen: Es ist immer noch besser, 1500 Wörter zu können, als 5000 Wörter oberflächlich zu kennen. Das ist der Unterschied. Unter „können“ verstehe ich allerdings, diese Wörter sowohl passiv als auch aktiv, und dies zusätzlich in deren wichtigsten Formen, zu beherrschen.

    Wir leben in einer oberflächlichen Welt, in einer Welt, deren Lebensstil es nicht mehr zulässt, dass wir uns eingehender mit den grundlegenden Sachen beschäftigen, egal jetzt, ob es sich um die Gerätebeschreibung für den neuen DVD-Player
  • Veröffentlicht von Linguis @ 2008-02-06 – 09:26:38

    Guten Morgen am Aschermittwoch,

    ein Tag zum Einhalten, Nachdenken usw. Ein Tag auch, um einiges zu hinterfragen: Zum Beispiel, warum das alles, warum dieses Geschwätz rund um die Fremdsprachen?

    Es ist mir vor allem ein riesiges Anliegen, das Bewusstsein der Lernenden ebenso wie der Lehrenden dahingehend zu wecken, dass es einerseits eben verschiedenste Wege gibt, um sich Fremdsprachenkenntnisse anzueignen und dass es andererseits immer sinnvoll ist, sich die besten Wege, Mittel und Methoden anzusehen und deren Eignung auf die ganz persönlichen Bedürfnisse jeder und jedes Einzelnen zu überprüfen.

    Denn was sollte Sie – ja, Sie - davon abhalten, all jene Methoden, die Sie für sich selbst als sinnvoll erachten, miteinander zu verbinden, zu vernetzen sozusagen?

    Wer sollte und könnte Sie daran hindern, in der Anfangsphase beispielsweise
    - nach den Methoden Superlearning (Barockmusik, ...) und Birkenbihl (Dekodierung) zu lernen,
    - dabei