Für Migrantinnen und Migranten ist
der Erwerb jener Sprache, die in ihrem neuen Umfeld gesprochen wird, von
großer Bedeutung, für die jungen von ihnen zumeist von entscheidender
Bedeutung.
- Wie sieht das bei Letzteren aber
mit der Muttersprache aus?
- Wird für beides, die Mutter- und die neue Umgangssprache genug getan?
- Wird für beides auch wirklich das Richtige getan?
Die Sprache ist ein wesentliches
Merkmal der Persönlichkeit, der Identität eines Menschen. Es stimmt daher unsagbar traurig, Menschen kennenzulernen, die als Kinder
in einem fremden Land aufgewachsen sind, ohne Chance darauf, einerseits die
Muttersprache oder bzw. und andererseits die Landesprache ordentlich zu erlernen. Es
sind dies Menschen, die keine einzige Sprache richtig können und dies
bewusst, ja sehr bewusst und schmerzlichst wahrnehmen. (Es gibt
natürlich auch Einheimische, welche die eigene Sprache nicht richtig
beherrschen, d. h. in nicht ausreichendem Maße. Aber zu deren Glück
nehmen sie es zumeist eben nicht wahr oder verdrängen diesen
Umstand.)