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Muss-Kriterien eines Sprachentrainers
Vokabeln lernen
- Seite 5
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2.5. Der Sprachentrainer
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Was soll der Unterschied sein zwischen Vokabel- und
Sprachentrainer?
Die Antwort dazu ist simpel: Nichts und niemand kann eine bzw.
einen hochmotivierten Lernenden davon abhalten, die Grammatik auf die gleiche Weise
zu lernen und zu üben wie die Vokabeln..
Der Sprachentrainer basiert im wesentlichen auf den – bereits zuvor
angesprochenen – Grundsätzen der Leitner-Kartei, um einige sehr
wichtige Funktionen erweitert. Daher wäre es auf jeden Fall hilfreich,
sich etwas näher mit dieser zu befassen. |
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2.5.1. Die Kosten eines
Sprachentrainers
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In einem von vielen Foren fand ich eine Diskussion von Studenten, die ganz stolz davon berichteten, einen kostenlosen
Vokabeltrainer entdeckt zu haben und die übereinstimmend erklärten,
nichts für ein solches Programm bezahlen zu wollen.
Ich plädiere für eine Kosten-/Nutzenrechnung, denn in einem guten
Fremdsprachentrainer steckt viel Entwicklungsarbeit, viel KnowHow, viel
Zeit, viel Mühe. Gewiss mag es auch Programme geben, die von ihren AnbieterInnen
irgendwo abgepaust wurden, doch in der Regel macht sich dies dann bei
der Handhabung bemerkbar.
Ein solches Programm sollte
jedoch leicht zu bedienen sein, d. h.
die einzelnen Funktionen sollen einleuchtend erklärt werden und auch
entsprechend einzusetzen sein. Dazu muss man jedoch selbst ausreichend
lange damit gearbeitet haben.
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2.5.2. Die Muss-Kriterien - Individuelle Erweiterung
von Vokabeln
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Der Trainer muss individuell erweiterbar sein, d. h. die Datensätze
bzw. die Vokabeln.
Das soll heißen, dass die Möglichkeit, eigene Vokabel
einzugeben, unbedingt bestehen muss. Dies sollte man ohnedies voraussetzen,
dem ist aber leider nicht immer so. Nur so können Sie alle
Wörter und Sätze Ihres nächsten Kurses auch eingeben und
anschließend lernen.
- Erweiterung um jedes neu gewünschte Wort.
(Felder MS / FS = Muttersprache / Fremdsprache)
-
Satz-, Erweiterungs- oder Erklärungsfeld für jedes Wort (Felder MSZ / FSZ – Z für
Zusatz)
Das ist ganz wichtig, denn es ist dies jene Vernetzung/Verknüpfung, die dem Wort das
Umfeld gibt. Das kann ein Satz aus den Kurs-Unterlagen sein, aus dem
Buch mit dem Mindestwortschatz, aber auch ein selbst gebastelter,
möglichst auf die eigene Person oder eine abstrakte Situationen bezogen,
da man sich solches besser einzuprägen in der Lage ist. (z.B. hat / Hut – My darling looks good with her
/ his new hat. – oder:
Nicole Kidman had a hat which was more like a kitchen garden than a
hat. = Gemüsegarten.
Je ausgefallener Sie formulieren, desto besser, zeigen Sie Phantasie.
Und: Keine Angst vor Fehlern, wenn Sie fleißig weiterlernen, werden
Sie diese später, d. h. beim dritten oder vierten Durchgang, selbst
erkennen und korrigieren.
(Außerdem: Das Erlernen und der Gebrauch von Fremdsprachen ist ohne Fehler nicht
möglich. Perfektionismus ist hier völlig unangebracht!)
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- Ein freies Feld für die Aussprache (Feld
Aussprache)
In manchen Sprachen ist gerade die Aussprache besonders schwierig,
wichtig ist eine korrekte Aussprache aber in jeder Sprache. Verbale
Verständigung funktioniert ohne diese nicht. Besonders wichtig ist
ein solches Feld beispielsweise für Französisch. Aber auch bei
einfacheren Sprachen wie Spanisch ist es hilfreich. Bsp.: der
Großvater = el abuelo = abbu-elo, Betonung liegt auf ´e´.
- Umschaltmodus der Abfrage von Muttersprache auf die
Fremdsprache (FS > MS). Wenngleich die Empfehlung, von MS auf FS
zu lernen, natürlich aufrecht bleibt, so ist es zumindest für Übungen
von Vorteil, diesen Modus zur Verfügung zu haben.
- Variable Prioritäten- bzw. Stufenbestimmung
Diese Bestimmung legt die Lernstufe der einzelnen Vokabel fest,
beginnend mit Stufe 1. Standardmäßig sollten es mindestens 5 Stufen
sein und deren Inhalt sollte eben möglichst verstellbar sein.
Die Praxis:
Sie beginnen mit ersten Worten, die entweder schon von Beginn an
verfügbar waren oder von Ihnen schrittweise eingegeben wurden bzw.
werden. Dabei gibt es Wörter, deren Bedeutung Sie leichter erfassen
als andere und umgekehrt.
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- Das 1. Fach - Zu Beginn ist das Fach 1 auf 20 Stk. eingestellt, das ist okay.
- Sie beginnen das erste Wort, wissen dessen korrekte Übersetzung und
es wandert in Fach 2.
Das nächste Wort ebenso, doch beim dritten Wort ist Fehlanzeige.
Das heißt dann, die ersten beiden Wörter marschieren in Fach 2, das
3. geht in Fach 1 zurück bzw. bleibt in diesem. So arbeiten Sie das Fach 1 durch, immer und
immer wieder, ganz nach Ihrem eigenen Rhythmus, nach dem Quantum Ihrer
verfügbaren Zeit.
- Das 2. Fach ist auf beispielsweise 50 Begriffe eingestellt. Wenn
dieses Fach voll ist bzw. sobald neue Begriffe dort eintreffen, werden
jene Begriffe, die zu Beginn dort waren, hervorgeholt und
durchgearbeitet. Das Resultat: Die guten in das nächste Fach, das
dritte, die schlechten kommen zurück in das erste Fach.
- Das 3. Fach ist beispielsweise auf 100 Begriffe eingestellt,
die Vorgangsweise ist gleich. Auf diese Art und Weise werden die
einzelnen Vokabeln richtiggehend durchgekaut. Wieso aber sollte diese
Option variabel sein? Die Antwort ist auch hier einfach:
Stellen Sie sich bitte vor, Sie hätten schon einige Wörter angelegt
und erste Erfahrungen gesammelt, Sie hätten Ihr Werkzeug komplettiert und die Strategie für den Erwerb
Ihrer Fremdsprache(n) verfeinert.
- Somit steigt Ihre Freude und Ihr Spaß am Lernen und am aktiven
Gebrauch der Sprache und es ergibt sich ganz von selbst, dass Sie
Ihre Anstrengungen verstärken.
Haben Sie bisher eine halbe Stunde täglich mit dem Lernen von
Vokabeln zugebracht, so werden Sie diese Zeit verdoppeln oder
verdreifachen, wenn Sie merken, wie gut Sie auf diese Methode
ansprechen. Schnell werden Sie dabei auch bemerken, dass die
Einteilung der Fächer mit 20>50>100>200>500 bei
weitem nicht mehr ausreicht. Wenn Sie dann Ihre Taktik noch
verfeinern und andere Techniken in Ihr Lernen am Sprachentrainer
einbauen, Superlearning beispielsweise, so werden Sie sehen, dass
das tägliche Pensum von 100 bis 120 Vokabeln kein Hirngespinst
ist. Dann werden Sie plötzlich feststellen, dass Sie sich bis zu
80 % der Vokabeln auf Anhieb (!) merken können, denn Training
macht den Meister, und zwar in nahezu allem. Dann wird aber die
vorgenannte Einteilung (20 > 500) nicht reichen und muss
entsprechend angepasst werden. Ob sie dann lautet
50>100>500>2000>5000,
100>300>600>3000>6000 oder aber ganz anders, hängt von
Ihren eigenen Erfahrenswerten ab und gehört individuell
angepasst.
Bedenken Sie bitte, dass Sie in der zuvor beschriebenen Weise und bei
einigem Training
lediglich fünf (5!) Tage benötigen würden bzw. hoffentlich
werden, um das 500-er Fach zu
füllen. Das aber sind Erfahrenswerte, keine theoretischen Aussagen!
Diese gesamte Vorgangsweise können Sie besser anhand einer Skizze
auf den Seiten von Wolfgang Pohl sehen, mit dem Vorbehalt "...damit
du keine Rechtschreibfehler mitlernst...", siehe dazu meine
Anmerkung zu Perfektionismus. Aber dies ist wohl die Bürde aktiven
Schulunterrichts.
- http://www.pohlw.de/lernen/kurs/lern-05.htm
- http://www.htl-steyr.ac.at/~holz/schule/kartei.html
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Vokabeln lernen
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- Seite 1 - Vokabeln lernen verboten?
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Seite 2 - Was ist wichtiger, der Wortschatz oder die Grammatik?
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Seite
3 - Wie lernt man Vokabeln?
-
Seite 4 - Die Methoden des Vokabellernens
-
Seite 5 - Die Muss-Kriterien des Sprachentrainers
-
Seite 6 - Die Soll-Kriterien des Sprachentrainers (folgt in Kürze)
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2010-08-16 - Aktualisiert: 2011-05-06
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